Das Konzept

Musikunterricht ohne Noten und Vorkenntnisse

 

Der Klang Tempel bietet einen Raum für freien Musikunterricht in Wiesbaden an.

In entspannter, privater Atmosphäre kann hier die Freude an der improvisierten Musik ohne Noten erfahren werden.

Eine Vielzahl von Musikinstrumenten laden ein zum Lauschen, Ausprobieren und Kennenlernen. Unter fachkundiger Anleitung wird ein leichter und spielerischer Zugang zur Musik ermöglicht.

Das Erlernen eines Musikinstrumentes ist oft ein sehr mühseliger Weg.

Viele Menschen sind deshalb schnell durch eine komplexe Fingertechnik und ein schwieriges Notensystem entmutigt. Zu dem kommt der hohe Anspruch an Virtuosität, die selbst nach jahrelangem Üben oft nicht erreicht wird. Frustriert wird dann meist ein teures Instrument in die Ecke gestellt wo es zusammen mit der Lust und Begeisterung am Musizieren verstaubt.

Meine jahrelange Beschäftigung mit indischer Musik hat mich mit einer anderen Form der Musikpädagogik vertraut gemacht. Hier wird nicht Musik mit dem Auge vom Notenblatt abgelesen, sondern über das Hören und Nachspielen direkt erlernt. So hat sich mit den Jahren eine eigene Herangehensweise an ein freies Musizieren entwickelt.

Die pentatonische Musik, die wir u.a. vom Blues her kennen, bildet die Grundlage für ein Improvisieren ohne Disharmonien. Wir können also nichts falsch machen, sind weder unmusikalisch noch unbegabt. Die Fünftonmusik gehört zu der ältesten Form der Musikkultur und hat eine Tradition von mehr als 40000 Jahren, wie man anhand von Funden verschiedener Knochenflöten nachgewiesen hat.

In unserer westlichen Musiktradition sind nur noch die beiden Dur- und Moll –Pentatoniken erhalten geblieben. Diese beiden Fünftonskalen können wir heute in der Waldorfpädagogik und in der Musiktherapie wiederfinden. Im indischen Musiksystem sind dagegen weit über 20 verschiedene pentatonische Skalen bekannt, die einen breitgefächerten musikalischen Ausdruck ermöglichen. Das spielerische Erlernen dieser Skalen ist Hauptbestandteil meiner Musikpädagogik. Das bewusste Hören und Spielen einer grundtonzentrierten Musik, sowie die verfeinerte Wahrnehmung der Intervalle bilden eine weitere Grundlage der freien Improvisation und des Ausdrucks eigener Gefühle. Dieses bewusste Hören kann auf Wunsch mit Methoden aus dem Nada Yoga, der indischen Praxis der Klangmeditation vertieft werden.

Theorie, Virtuosität und Fingerübungen stehen nur ganz am Rande.

Die Freude an dem eigenen musikalischen Selbstausdruck steht im Vordergrund und darf sich ungeniert ohne Leistungsanspruch entfalten.

Ich sehe mich nicht als dominanten Musiklehrer der ausschließlich Talent und Perfektion fördern will, sondern als musikalischen Wegbegleiter, der die Freude und Begeisterung an improvisierter Musik wecken möchte und durch manche Frust – und Durststrecken hindurch helfen will. Während einer Probestunde können verschiedene Musikinstrumente einfach erst mal ausprobiert werden. Ich unterstütze und berate dann gerne beim Instrumentenkauf sowie beim Instrumentenverleih, Wartung und Pflege.

Ob zur musikalischen Früherziehung, zur Klangmeditation oder als Weg der Improvisation, jedem möchte ich Mut machen sich ohne Noten und spezielle Technik musikalisch auszudrücken. Jeder bestimmt sein eigenes Lerntempo. Ob jemand 30 Minuten am Tag übt oder 4 Stunden, ob einmal die Woche Unterricht oder einmal im Monat, bleibt jedem selbst überlassen. Mir geht es nur darum, die Begeisterung für ein Instrument und ein freies Musizieren zu wecken und zu erhalten.

Jeder Lernende sollte aber zusätzlich zu den Übungszeiten sich Zeiten für das Hörstudium ausgewählter Tonaufnahmen reservieren, welche ich gerne zur Verfügung stellen kann. Da die Improvisationsübungen nicht mit Noten festgehalten werden, ist eine Dokumentation des Unterrichts mittels eines Aufnahmegerätes zu empfehlen.

Termine für eine Probestunde, Einzel- oder Gruppenunterricht können hier vereinbart werden.

In besonderen Fällen ist auch ein Hausunterricht möglich.

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